Godox AD300 Pro - die dicke Berta



Heute ist Valentinstag. Also der Tag an dem man die sozialen Netzwerke meiden sollte, wenn man nicht 24 Stunden "me and my Schatzi" Beiträge durchscrollen will. Ein Tag Stories und Reels - Zweisamkeit für die Pärchen.

Hach, muss Liebe schön sein.


Ich sage euch was ich heute gemacht habe,

Ich bin fremd gegangen. Kein Scherz.

Gar nicht so lange her, da war ich noch unbeirrbar liiert mit meiner kleinen Schwarzen, ich hatte berichtet.

Doch wie das nun mal bei Männern so ist, man(n) will auch mal was Neues. Also habe ich mir den Godox AD300 Pro zugelegt. Eine ziemliche Investition, zumal "die Alte" es noch tat. Ich möchte jetzt aber nicht, vor allem von meinen geschätzen LeserINNEN als sexisitisch gelten, vor allem wenn ich von "der Alten" rede. Denn schließlich heißt es ja: "alte Liebe rostet nicht". Doch. Gut, vielleicht nicht rosten, aber "alt" ist genau das Stichwort. Auch wenn die AD200er als besonders langlebig und verlässlich gelten, sie bekommen einfach auf Dauer ihre Macken, und damit kann weder Mann noch Frau, insbesondere wenn das Gegenüber immer weniger mit einem zusammenarbeiten will. Dabei habe ich es noch mit Therapie versucht, Wochenlag hat man es versucht zu verstehen, wenn sie schnell müde wurde, man hat es akzeptiert wenn statt der vollen Leistung noch ein müdes 1/128 heraus kam, oder wenn man es dann doch mal langsam angehen wollte, ständig mit voller Kraft gearbeitet wurde, völlig egal an welchem Rädchen des Senders ich drehte. Es kommt dann einfach eine Zeit, da passt es schlichtweg nicht mehr, und dann gibt es auch kein Bild mehr für die "bessere Hälfte".


Aber, eigentlich ist meine Neue so mal gar nicht mein Typ. Die AD300 ist "curvy", also Vollschlank und passt in so gar nichts was man bislang hatte. Berta hat einen eigenen Willen (sprich, Bajonett) und gibt sich nicht mit den alten Kleidern zufrieden, also alle 4 Akkus aus der Zeit mit der kleinen Schwarzen lassen sich nicht mehr verwenden. Um geliebte und gewohnte alte Dinge wieder kompatibel zu machen, muss man erstmal kräftig shoppen gehen. Klassiker.

Anpassen ist, was man als Erstes zu lernen hat. Denn Innovation ist nicht so das was man den Chinesen nachsagen würde, wohl eher Adaption. Der separat erhältliche Bowens Adapter ist ein Solcher, zeugt aber eher von einem Reisweingelage in der Entwicklungsabteilung bei Godox als von genialem Zubehör.

Warum also die dicke Berta? Nun, ganz einfach: in solch einer Trennunsphase ist man weniger wählerisch und greift zu, was sich einem bietet. Und bei allem Naserümpfen über das Äußere der AD300: da steckt einiges drin. Die 300Ws fühlen sich an als würde man weit über das Doppelte als beim AD200 heraus holen können. Das eingebaute LED Licht ist im wahrsten Sinne des Wortes brilliant, wenn auch hier ungeliebte Erinnerungen wach werden, Stichwort: Puste ausgehen, Dafür ist es hell genug um sie auch als Dauerliebe, verzeihung, Dauerlicht zu verwenden. Nicht so wie dieses schüchterne, kleine Lämpchen beim AD200. Und - ganz wchtig - sie ist äußerst feinfühlig, endlich lässt sich ein aufbrausendes Temperament auch in 1/256 - Schritten regeln. Wie bereits erwähnt, die AD300 ist etwas Besonderes. Was viele von sich behaupten und dann aber nicht sind, ist bei meiner Berta etwas, das sie wirklich auszeichnet. Etwas, das man aber auch mögen muss: sie nimmt nur das auf, was sie will. Dafür hat sich besagte Reiswein-Abteilung ein eigenes Bajonett einfallen lassen, das "S-Type". Will man nicht die Bowens-Adapterlösung, müssen Lichtformer aus dem Hause Godox her. Man kennt das ja: nur kein fremdes Parfum an sich ran lassen. Gut, dass Godox hier ein durchaus praxistaugliches Lineup an schicken Hosen und Röcken zu Verfügung stellt, die aber erstmal erworben werden müssen, um die Ad300 zum Strahlen zu bringen. Aktuell erzeugt die Kombi AD300 mit dem S60S - Handtäschchen eine rosarote Brille. Vorausgesetzt man will nicht zu Beginn gleich alles, denn der fast 90 Euro teure Ersatz-Akku braucht überdurchschnittlich viel Zeit um darauf wieder alles geben zu können.

Ja, Berta hat schon ihre Prinzipien, Man muss damit können, dass sie bei schwachem Ladezustand sogar nichteinmal mehr auf Knöpfedrücken reagiert. Das war beim ersten Mal nach dem Auspacken ein ziemlicher Schockmoment, keine Reaktion auf meine Annäherungsversuche, erst nach vollständig geladenem Akku taute Berta dann auf, um dann aber sofort sehr beeindruckend loszulegen.

Kreuzberger Nächte sind lang, erst fangen sie ganz langsam an, aber dann!

Also zur Zeit bin ich echt happy mit meiner neuen Investition. Und, ganz unter uns: eines kann sie wie kaum eine Andere:


blitzen.


AD300 Pro, 1/2 Leistung, Panasonic S5 mit Sigma 24-70 f2.8 bei f5.6 und t= 1/320 im sonst stockdunklen Raum, Model sichtbar gemacht mit der LED Funktion.



AD300 Pro, nur LED Licht statt Blitz um das fehlende Licht an der Vorderseite auszugleichen, Panasonic S5, Sigma 50mm f1.4 bei 1.8 und t=1/100.





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