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Einladung zum Ent-liken meiner Seite

June 6, 2017

 

Ja, ihr habt richtig gelesen.
Ein Dislike bei fb oder Insta ist ganz leicht.
Tut auch nicht weh!


Gut, mir zumindest nicht. Denn ich möchte künftig auf einiges verzichten, dazu gehören gern auch Follower, die mich nur zu gern in eine Schublade stecken.


Ich habe mir durch eine langjährige Phase einen Ruf als "Photoshop'ler" aufgebaut. Im Mittelalter wäre ich der "Hexer von Tuttlingen" genannt worden. Viele die ich kenne verbinden mich ausschließlich mit Composings - vor allem Meejungfrauen, Wasserkleider und generell alles was digital liquid ist oder digital brennt.
Ach ja, die geflügelten Szenen hatte ich vergessen.
"Ich hätte gern mal so ein Wasserkleid!"
"Machst du aus mich auch mal ne Meerjungfrau?"
"So Engelsfügel wären cool".
Bei mir ist es Alltag nach "irgendwas verrücktem" gefragt zu werden.


Ja, ich weiß, ich mache viel solche Sachen. Liegt daran das ich im Studio groß geworden bin und irgendwann anfing Hintergründe zu tauschen. Digital.
Auch wenn es mir keiner glaubt - der Grund weshalb ich als leidenschaftlicher Fashion-Fotograf
mit seamless-grauem (!) Hintergrund zum Composing gewechselt bin, ist, das ich es satt hatte den ewig gleichen H&M / Takko / Pimkie - Einheitsbrei zu fotografieren.

Um meine eigenen Fotos nicht ebenfalls zu Einheitsbrei werden zu lassen musste ich anfangen den Hintergrund interessanter zu gestalten als den Vordergund, und damit das Modell.
Da ich jedoch irgendwann auch hier nur das machte was so viel machten, begann ich die Elemente zu digitalisieren und am Ende kleidete ich die Modelle digital mit Kampffischflossen ein, bewarf die Modelle mit furztrockenem digitalen Wasser und sparte mir jegliche MuA-Arbeiten mit
digitalem Make-Up.


All das ist jetzt aber vorbei.


Als Künstler ist es einfach tödlich wenn man sich nicht weiter entwickelt. Und paradoxerweise
bedeutet das bei mir nicht die digitale Kunst noch weiter ins "verrückte" zu treiben, sondern einen Schritt zurück zu machen. Oder sogar zwei.
Ich werde künftig keine digitalen Wasserschlachten mehr machen. Die Meerjungfrauen dürfen in
fremde Gewässer schwimmen - mein Pool ist voll. Alle Engel dürfen in den Süden flattern und dort Hosianna singen und wer mich nach Feuer fragt, der bekommt einen ordentlichen Schuss aus dem Feuerlöscher serviert.


Mir ist klar, das ich mir das Image des Composers auch selbst zu verantworten habe. Ich denke aber es ist durchaus nachvollziehbar das irgendwann zu viele Fische im Teich schwimmen. Genauso wie ein sommersprossiges Modell mit roten Haaren und blauen Augen irgendwann mal genug sommersprossige, rote-Haare-mit-blauen-Augen-Bilder von sich hat. So schön wie es jedes mal auch auf's Neue ist.


Wie geht es nun weiter?
Ich werde jetzt sicherlich nicht zum Olaf Offenblende, der gern Akt in freier Natur ohne jegliche
Photoshop Bearbeitung shooten will.

 

Die Bildbearbeitung wird immer Teil meiner Arbeit bleiben. Nur wird es keine künstlichen Szenen
mehr geben. Das heißt konkret:


- kein Studio mehr zum ausschließlichen Nutzen von Hintergrundtausch
- keine Meerjungfrauen und Wasserkleider mehr (auch kein Milchkleid!)
- Fantasy gern, aber dann nur teilweise bearbeitet (siehe "was ich künftig shooten will")
- Shootings "mit Tüchern" gibt's nicht mehr - entweder ein richtiges Outfit oder keines


Was ich künftig shooten will:
- Location-basierte Sets, keine "künstlichen" Locations
- Szenen bei denen das Modell wieder die Hauptrolle spielt mit Ausdruck, Outfit und Typus
- Modelle in und mit Natur, nicht Modelle in Natur kopiert
- Latex und alles was sich abhebt von der H&M-Sackmode
- Akt (ja,sorry. Hat auch seine Berechtigung und shoote ich viel zu wenig)
- Fashion! Und zwar RICHTIGES Fashion. Das was bei Pimkie hängt ist kein Fashion
- Kostüme (die ich gern auch in Photoshop aufpimpen kann)
- Geschichten, Kopfkino und Emotion
- Ungewohntes, Wiedersprüchliches und Provokantes (hier habe ich schon einige Ideen).


So, und jetzt dürft ihr mich gern entliken, wenn dies nicht mehr eurer Vorstellung vom "Hexer aus
Tuttlingen" entspricht. Ich verändere mich und entwickle mich weiter. Und das bedeutet nun mal
auch: kein Fortschritt ohne Verluste.

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